Autor: Mirko Neuhaus (Seite 3 von 8)

Ich wurde am 12.06.2018 zum Kirchenvorstandsvorsitzzenden der St. Johannes Kirchengemeinde gewählt. Ich begleite die Gemeinde seit September 2011, als mein Sohn mit dem Konfirmandenunterricht begann. Mir liegt diese Gemeinde und die Menschen der ihr angehören sehr am Herzen. Kurz: „Es macht Spaß!“

Misericordias Domini

Der zweite Sonntag nach Ostern ist der Hirtensonntag

„Ich bin der gute Hirte“, sagt Jesus: der zweite Sonntag nach Ostern ist der Hirtensonntag. Die Schafe kennen die Stimme des Hirten – und er sorgt für sie und lässt, wenn es nötig ist, sein Leben für die Schafe.

Superintendent i. R. Thürnau predigt diesen Sonntag über Januz Korczak

Janusz Korczak, geboren als Henryk Goldszmit, war ein polnisch-jüdischer Arzt, Pädagoge und Autor, der sich besonders für die Rechte von Kindern engagierte. Er wurde am 22. Juli 1878 in Warschau geboren und starb am 6. August 1942 im Alter von 64 Jahren im Vernichtungslager Treblinka.

Quelle: Wikimedia

Korczak wuchs in einer assimilierten jüdischen Familie auf und studierte Medizin an der Universität Warschau. Nach seinem Studium arbeitete er als Arzt und wandte sich dann der Pädagogik zu. Er eröffnete ein Waisenhaus und gründete die Zeitschrift „Mały Przegląd“ (Kleine Revue), die sich speziell an Kinder richtete.

Seine pädagogischen Ansätze waren revolutionär für seine Zeit. Er war der Meinung, dass Kinder eine Stimme haben sollten und respektiert werden müssen. Er betonte, dass Kinder selbstbestimmt sein sollten und sich nicht den Erwachsenen unterwerfen sollten. Korczak war davon überzeugt, dass Kinder ihre eigenen Entscheidungen treffen und lernen sollten, Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen.

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Er ist auferstanden

Er ist auferstanden, wahrlich Er ist auferstanden.

Das diesjährige Osterfest stand wieder einmal im Zeichen der Auferstehung Jesu Christi. Es wäre seltsam, wenn es nicht so wäre, denn Jesus ist für unsere Sünden am Kreuz gestorben und dann zu seinem Vater, unserem Gott, aufgefahren. Aber bis Himmelfahrt ist es noch eine Weile hin.

Unsere Gemeinde feierte den Gründonnerstag wie in der Vergangenheit mit einem Tischabendmahl. Viele Gemeindemitglieder und Freunde der Gemeinde folgten dem Aufruf, gemeinsam zu feiern, wie Jesus es am Abend vor seiner Kreuzigung mit seinen Jüngern tat. Gut eineinhalb Stunden saßen die Anwesenden zusammen und feierten.

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Kirchenvorstandsklausur 2023

Entwicklungen aufspüren und Weichen stellen

Am Samstag hatte unser Kirchenvorstand eine Klausurtagung. Im kommenden Jahr werden wir ja einen neuen Kirchenvorstand wählen und so ging es bei dem Treffen zunächst um einen Rückblick auf die vergangenen fünf Jahre Legislaturperiode des derzeitigen Kirchenvorstands und um Fragen, wie:

  • Wie hast du unsere Kirchengemeinde in diesen letzten fünf Jahren erlebt?
  • Was lief gut?“/„Was hätte besser anpackt werden können?
  • Welche Entwicklungen entdeckst du in der Gemeinde?
  • Wie siehst du deinen persönlichen Einsatz in der Gemeinde?

Deutlich wurde im Gespräch: Diese fünf Jahre waren in mehrfacher Hinsicht kein „Zuckerschlecken“ für die Gemeinde und schon gar nicht für den Kirchenvorstand. Und manches führte kräftemäßig an die eigenen Grenzen.

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Wäre das auch etwas für Sie?

Glauben.Bilden.Reisen – ehrenamtlich Reisen leiten

Sie sind neugierig, vielseitig interessiert?
Sie sind offen für andere Menschen?

Dann ist eine Reiseleitung, eine Mitarbeit in unserem Team vielleicht das Richtige für Sie. Wir suchen Verstärkung für unser Team.

Dieses bietet bis zu 10 Tagesreisen im Jahr an. Wir reisen mit öffentlichen Verkehrsmittel zu Zielen, die wir innerhalb eines Tages erkunden können.

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3 Jahre YouTube und mehr…

Das Eine tun, das Andere nicht lassen! – und das nun schon drei Jahre lang!!!

Es war wohl eher das „Aus-der-Not-eine-Tugend-machen“, als unsere Gemeinde mit Beginn des Lockdowns vor drei Jahren anfing, Neuland zu betreten und Gottesdienste ins Internet setzte.

Der Impuls kam von einem Gemeindeglied – selbst professioneller Filmemacher – der uns bei der Hand nahm und uns zeigte, wie das geht. Neben deutschen und spanischen Gottesdiensten, gesellten sich digitaler Adventskalender, wöchentliche Andachten und ergänzend ein sechsteiliger Glaubenskurs dazu.

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WARUM WIR DIE KIRCHE ÖFFNEN…

Kirchenöffner erzählen

Das werden die KirchenöffnerInnen häufig gefragt. Und wir haben im Team unsere lebendigen Erfahrungen zusammengetragen, um sie hier in unregelmäßigen Abständen zu berichten:

Eine Gruppe der Lebenshilfe besuchte den Weihnachtsmarkt. Einer (Daniel) sah die offene Kirchentür und plötzlich kamen sein Freunde, einer nach dem anderen, in die geöffnete Kirche.

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Neues aus der Bücherei …

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Am Ende des Jahres haben wir noch einmal einen ganzen Schwung Bücher eingekauft und eingearbeitet. Eine Auswahl finden Sie hier:

Über die Weihnachtsferien habe ich einige davon gelesen. Besonders gefallen hat mir „Über Menschen“ von Juli Zeh:

Die Werbetexterin Dora lebt im ersten Corona-Sommer in Berlin. Als ihr Freund, der sehr große Angst vor Corona hat, ihr das Gassigehen mit dem Hund verbieten will, zieht sie kurzerhand in ein heimlich gekauftes Haus auf dem Land. Im fiktiven Dorf Bracken ist Corona irgendwie nicht so ein Thema. Sie trifft dort auf einige sonderbare Menschen, z.B. ihren riesigen, kahlrasierten Nachbarn, der sich als „Dorf-Nazi“ vorstellt.

Juli Zeh fängt die Corona Zeit auf besondere Weise ein, man erinnert sich wieder an das Gefühl der Unsicherheit und Aufregung. Es ist ein zugleich witziges und nachdenklich machendes Buch. Manchmal schreibt Frau Zeh so schöne Sätze, dass man sie fotografieren möchte.

Durch die Bauarbeiten auf dem Barneplatz führt nur ein schmaler Weg zu uns in die Bücherei, entweder von der Sonnenapotheke aus kommend oder durch den Durchgang vom Parkplatz hinter dem Gebäude. Sie treffen uns aber zu den gewohnten Zeiten in der Bücherei an: immer mittwochs und donnerstags 16 bis 18 Uhr, außerhalb der Ferien

Sybille Wellnitz

Kirche gemeinsam gestalten

Jetzt am Zukunftsprozess beteiligen!

Die Landeskirche Hannovers beginnt ihren Zukunftsprozess. Der Zukunftsprozess ist ein großer, offener Beteiligungsprozess, der alle einlädt, die Zukunft der Kirche zu gestalten. Wir machen uns zusammen auf den Weg und finden Lösungen, die nicht nur vor Ort helfen, sondern allen. Alle können direkt, einfach, gemeinsam mit anderen und unmittelbar dabei sein und die zukünftige Entwicklung mitbestimmen.

Ziel des landeskirchlichen Zukunfts- prozesses ist es, mit den zukünftig vorhandenen Ressourcen kreative Lösungsansätze zu finden. Davon gibt es einige, über die gestaunt und von denen gelernt werden kann. Auf zukunftsprozess.de findet die Beteiligung statt.

Je mehr Menschen sich landesweit und gemeindeübergreifend dazu vernetzen, desto mehr Anregungen und spannende Entwicklungen wird es geben.

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Konfis in Action

Kennen Sie unseren Aktivitätensonntag?

Am 5. März geht´s wieder rund.
Die Konfirmanden unserer Gemeinde laden zum Aktivitätensonntag ein.

Auch dieses Jahr organisieren die Konfirmandinnen und Konfirmanden unserer Kirchengemeinde wieder einen Aktivitätensonntag. Zunächst gestalten sie gemeinsam mit Pastor Möller einen Gottesdienst.

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Keine schönen Gedanken!

Vor wenigen Wochen hat uns hier im Ort ein Gewaltverbrechen bis auf´s Mark erschüttert – für die Betroffenen ein Gang durch die Hölle. Ich mag mir jetzt gar nicht vorstellen, wie es Ukrainern ergeht, die das nicht nur einmalig sondern nun schon 367 Tage erleben: Täglich 24 Stunden lang wird gemordet, Leben ausgelöscht und Lebensgrundlage zerstört. Unerträglich!!!

Und selbstredend: Unerträglich, dass ausgerechnet die Täternation (die unentwegt auf den Nachbarn einschlägt) sogar noch mit Vetorecht im UN-Sicherheitsrat sitzt. Da wird der Bock zum Gärtner!

Ein Blick über den Zaun auch in andere Ecken der Welt ist allerdings ernüchternd: So viele, viele Menschen, die in kriegerischen Konflikten,

Bürgerkriegen oder in Diktaturen Ähnliches erlitten haben/noch erleiden.

Das vor Augen lässt es mich zunächst einmal nur staunen, wie unverschämt gut es uns geht: Fast 78 Jahre Schweigen der Waffen! So eine lange Friedensphase hat es bei uns noch nie gegeben. Das scheinbar Selbstverständliche ist in Wahrheit gar nicht selbstverständlich. Und es ist deshalb allemal Grund, zutiefst dankbar zu sein, und jede Form aufkeimender Gewalt in Gedankengut, Wort oder Tat zu ächten.

Zurück zu den Ukrainern

Wieder weg von uns hin zu den Ukrainern: Mit großen frommen Worten tue ich mich schwer. Aber mich selbst beeindruckt tief, wie fromme Juden in Zeiten schlimmster Verfolgung (bis hin im unvergleichlichen Holocaust) ihren Glauben an den lebendigen Gott nicht aufgaben, wohl mit Gott hadernd und ins Gericht gehend, aber dennoch auf Gott vertrauend und daraus Kräfte ziehend.

Der jüdische Theologe Pinchas Lapide schreibt über diesen biblischen Glauben:
Es ist kein „Aber-Glaube“ vielmehr ein „Aber-dennoch-Glaube“ für den es ein Pseudo-Realismus ist, alle Begebenheiten – auch die traurigsten – als endgültig und unveränderlich zu akzeptieren.

Foto von Ron Kroon für Anefo – Nationaal Archief, CC BY-SA 3.0,
https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=34442619

Das wünsche vor allen den Mitmenschen drüben in ihrem tägl. Überleben aber auch uns, dass die Kraft, die dem bibl. Glauben innewohnt sich im Leben entfaltet. 

Pastor Claus-Carsten Möller

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